Metall- und Elektroindustrie in NRW: Das Herz der Industrie

Die M+E-Industrie bietet in Nordrhein-Westfalen rund 696.000 Menschen Beschäftigung. In 5.985 Betrieben, unter anderem aus den Branchen Maschinenbau, Metallbearbeitung, Elektroindustrie oder Fahrzeugbau, produzierten die Mitarbeiter im Jahr 2021 Waren, die für einen Gesamtumsatz von gut 178 Milliarden Euro sorgten.

Die nordrhein-westfälischen M+E-Industrie ist in besonderem Maße mittelständisch geprägt. Während in der nordrhein-westfälische M+E-Industrie 18 Prozent aller in Deutschland tätigen Beschäftigten der Branche arbeiten, steht die in Nordrhein-Westfalen ansässige M+E-Industrie für beinahe ein Viertel aller M+E-Betriebe in Deutschland. So kam ein durchschnittlicher M+E-Betrieb 2021 rechnerisch auf 205 Mitarbeiter. Diese Struktur spiegelt sich auch in den 1.051 Mitgliedsunternehmen mit Tarifbindung wider: Gut 46 Prozent der Betriebe haben weniger als 100 Mitarbeiter. Bei den Mitgliedsbetrieben ohne Tarifbindung liegt dieser Anteil bei 73 Prozent.

 

Die M+E-Industrie: Eine heterogene Multibranche

Unter dem Sammelbegriff M+E-Industrie wird eine weite Palette an unterschiedlichen Teilbranchen zusammengefasst. So produzieren die Unternehmen vorwiegend Investitions- und Vorleistungsgüter, aber zu einem gewissen Anteil auch Konsumgüter. Das Feld der Unternehmungen reicht von der Metallerzeugung über die Herstellung von Metallerzeugnissen und den Maschinenbau bis hin zum Automobilbau und der Fertigung elektronischer Erzeugnisse.

Dieser weiten Fächerung der Branche ist es zu verdanken, dass nicht allgemein von der M+E-Konjunktur gesprochen werden kann. Während manche Industriezweige am Beginn der Wertschöpfungskette stehen, wie die Metallerzeugung, werden in anderen Teilbranchen Endprodukte, beispielsweise Kraftfahrzeuge, hergestellt. Diese Heterogenität bewirkt, dass die Teilbereiche der M+E-Industrie unterschiedlich von der konjunkturellen Entwicklung betroffen sind.

Internationale Branche M+E: Wachsende Verflechtung mit dem Ausland

Im Jahr 2021 erwirtschafteten die nordrhein-westfälischen M+E-Betriebe einen Gesamtumsatz von gut 178 Milliarden Euro. Knapp die Hälfte des Umsatzes erzielten die einheimischen M+E- Betriebe im Ausland. Europa ist dabei der zentrale Handelspartner für die hiesige M+E-Industrie, 54 Prozent aller Exporte gehen in die Länder der Europäischen Union. Außerhalb der EU sind die USA und China wichtige Abnehmerländer.

Weitere Informationen

Im Folgenden können Sie weitere Informationen zu den Teilbranchen, den Unternehmen und den Beschäftigten finden. Unter der Rubrik „M+E Konjunktur“ finden Sie aktuelle Daten und Statistiken rund um die M+E-Industrie in Nordrhein-Westfalen.

Beschäftigte

Für den Stichtag Ende September 2021 waren rund 695.600 Menschen in den nordrhein-westfälischen Betrieben der M+E-Industrie mit mehr als 20 Beschäftigten tätig.

Mehr

Branchen

Die nordrhein-westfälische M+E-Industrie steht für beinahe ein Viertel aller M+E-Betriebe in Deutschland und beschäftigt 18 Prozent aller in Deutschland tätigen Mitarbeiter der Branche.

Mehr

Unternehmen

Der amtlichen Statistik des Statistischen Landesamts zufolge gab es im vergangen Jahr (2021) 5.985 Betriebe, die sich der M+E-Industrie zurechnen ließen.

Mehr