M+E Portrait
Metall- und Elektroindustrie in NRW: Das Herz der Industrie
Die M+E-Industrie bietet in Nordrhein-Westfalen rund 658.000 Menschen Beschäftigung. In 5.789 Betrieben, unter anderem aus den Branchen Maschinenbau (1.452), Metallbearbeitung (2.341), Elektroindustrie (801) oder Fahrzeugbau (265), produzierten die Mitarbeiter im Jahr 2025 Waren, die für einen Gesamtumsatz von etwa 186 Milliarden Euro sorgten.
Die nordrhein-westfälischen M+E-Industrie ist in besonderem Maße mittelständisch geprägt. Während in der nordrhein-westfälischen M+E-Industrie 17 Prozent aller in Deutschland tätigen Beschäftigten der Branche arbeiten, steht die in Nordrhein-Westfalen ansässige M+E-Industrie für 23 Prozent aller M+E-Betriebe in Deutschland. Die durchschnittliche Größe der Mitgliedsbetriebe in Nordrhein-Westfalen liegt etwa bei 208 Mitarbeiter pro Betrieb. Diese Struktur spiegelt sich auch in den 959 Mitgliedsunternehmen mit Tarifbindung wider: Etwa 45 Prozent der Mitgliedsbetriebe mit Tarifbindung haben weniger als 100 Mitarbeiter. Bei den Mitgliedsbetrieben ohne Tarifbindung liegt dieser Anteil bei 74 Prozent.
Die M+E-Industrie: Eine heterogene Multibranche
Unter dem Sammelbegriff M+E-Industrie wird eine weite Palette an unterschiedlichen Teilbranchen zusammengefasst. So produzieren die Unternehmen vorwiegend Investitions- und Vorleistungsgüter, aber zu einem gewissen Anteil auch Konsumgüter. Das Feld der Unternehmungen reicht von der Metallerzeugung über die Herstellung von Metallerzeugnissen und den Maschinenbau bis hin zum Automobilbau und der Fertigung elektronischer Erzeugnisse.
Dieser weiten Fächerung der Branche ist es zu verdanken, dass nicht allgemein von der M+E-Konjunktur gesprochen werden kann. Während manche Industriezweige am Beginn der Wertschöpfungskette stehen, wie die Metallerzeugung, werden in anderen Teilbranchen Endprodukte, beispielsweise Kraftfahrzeuge, hergestellt. Diese Heterogenität bewirkt, dass die Teilbereiche der M+E-Industrie unterschiedlich von der konjunkturellen Entwicklung betroffen sind.
Internationale Branche M+E: Wachsende Verflechtung mit dem Ausland
Im Jahr 2025 erwirtschafteten die nordrhein-westfälischen M+E-Betriebe einen Gesamtumsatz von 186 Milliarden Euro. Über die Hälfte des Umsatzes erzielten die einheimischen M+E-Betriebe im Ausland. Europa ist dabei der zentrale Handelspartner für die hiesige M+E-Industrie. Außerhalb der EU sind die USA und China wichtige Abnehmerländer.
Weitere Informationen
Im Folgenden können Sie weitere Informationen zu den Teilbranchen, den Unternehmen und den Beschäftigten finden. Unter der Rubrik „M+E Konjunktur“ finden Sie aktuelle Daten und Statistiken rund um die M+E-Industrie in Nordrhein-Westfalen.