Ziel muss Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland sein

Auf dem Podium der Hannover Messe diskutierte METALL NRW-Präsident Arndt G. Kirchhoff mit Christiane Benner, Erste Vorsitzende IG Metall, Prof. Moritz Schularick, Präsident Kiel Institut für Weltwirtschaft, und Olaf Lies, Ministerpräsident Niedersachsen, wie der Industriestandort Deutschland wieder nach vorn kommen kann.

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Kirchhoff plädierte angesichts „der tiefen strukturellen Wettbewerbskrise unseres Landes für grundlegende Strukturreformen in allen für die Konkurrenzfähigkeit des Industriestandorts Deutschland relevanten Politikfeldern. „Wir müssen in Deutschland und in Europa wieder ins Ermöglichen kommen, schneller werden und das Bremsen lassen. Damit können wir auch wieder erfolgreicher und somit zuversichtlicher werden. Hierfür brauchen wir ein neues gesellschaftliches Mindset“, erklärte Kirchhoff.

Der Mix aus hohen Energiekosten, international nicht wettbewerbsfähigen Steuerlasten und Arbeitskosten, einer erdrückenden Bürokratie und langwierigen Planungs- und Genehmigungsverfahren hat in der Summe dazu geführt, dass die heimischen Standorte unserer Metall- und Elektroindustrie im internationalen Wettbewerb immer mehr ins Hintertreffen geraten sind. Die nicht mehr konkurrenzfähigen Standortbedingungen machen es unseren Unternehmen immer schwerer, in Deutschland noch Geld zu verdienen. Zukunftsinvestitionen werden inzwischen fast nur noch im Ausland umgesetzt. Monat für Monat verliert unsere Industrie gegenwärtig 10.000 hochbezahlte Arbeitsplätze mit gravierenden Folgen für die Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme und das Steueraufkommen. Beide Befunde sind für Deutschland dramatische Nachrichten. Für unser Land ist es existenziell, dass es Industrieland bleibt. Ich erwarte von der Politik, dass sie die anhaltenden Warnungen aus Verbänden und Unternehmen endlich ernst nimmt und schleunigst ein grundlegendes und wirksames Gesamtkonzept zur Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland vorlegt. Sie darf jetzt keine Zeit mehr verlieren.“ 

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