Metall im Trend (NRW), Ausgabe September 2026

Die M+E-Industrie in Nordrhein-Westfalen steht weiterhin unter Druck.

/ M+E-Konjunktur

Die M+E-Industrie in Nordrhein-Westfalen bleibt unter Druck. Im Juli 2026 sank die Produktion in der M+E-Industrie um 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Damit lag das aktuelle Produktionsniveau etwa 30 Prozent unter dem Vorkrisenniveau von 2018 (Thema I).

Die M+E-Auftragseingänge in NRW lagen im Juli 2026 um 29,8 Prozent über dem Vorjahresmonat (Inland: +56,1 Prozent, Ausland: +6,2 Prozent). Der Zuwachs bei den Auslandsaufträgen blieb deutlich hinter dem der Inlandsaufträge zurück. Auch bundesweit prägten Großaufträge im Sonstigen Fahrzeugbau den Anstieg, vor allem im Schiff-, Schienenfahrzeug- und Flugzeugbau. Eine breit getragene Erholung lässt sich daraus noch nicht ableiten. Die Reichweite der Auftragsbestände im Verarbeitenden Gewerbe lag im Juli bei 6,6 Monaten (Thema II).

Der Monatsumsatz der M+E-Industrie in NRW belief sich im Juli 2026 auf nominal 14,5 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg er um 0,6 Prozent. Der durchschnittliche Monatsumsatz lag von Januar bis Juli 2026 bei 14,2 Milliarden Euro und damit trotz des seit 2022 gestiegenen Preisniveaus unter den Jahresdurchschnitten von 2022 bis 2024 (Thema III).

Der Beschäftigungsabbau setzt sich fort. Im Juli 2026 lag die Zahl der Beschäftigten in den nordrhein-westfälischen M+E-Betrieben mit 20 und mehr Beschäftigten bei 641.288 Personen. Das waren 21.006 weniger als im Vorjahresmonat. Von Januar bis Juli 2026 gingen in der nordrhein-westfälischen M+E-Industrie durchschnittlich etwa 2.300 Arbeitsplätze pro Monat verloren (rechnerisch: 2.328). Seit dem Höchststand im September 2019 sind bis Juli 2026 in NRW insgesamt 89.402 M+E-Arbeitsplätze weggefallen (Thema IV).

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