IG-Metall-Aktionstag geht an zentralen strukturellen Problemen vorbei

Johannes Pöttering, Hauptgeschäftsführer von METALL NRW, zum Autoindustrie-Aktionstag der IG Metall: „Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer sind gleichermaßen von den geopolitischen Herausforderungen unserer Zeit betroffen. So machen beispielsweise Subventionen Chinas oder Zölle der USA uns allen hier das Leben schwerer. Wir sitzen im gleichen Boot.

 

/ M+E-News

Schuldzuweisungen der Gewerkschaften gegen Autokonzerne und Zulieferer laufen aber ins Leere. Der IG-Metall-Aktionstag Autoindustrie geht an den zentralen strukturellen Problemen des Industriestandorts Deutschland vorbei. Wir sollten vielmehr gemeinsam daran arbeiten, dass industrielle Produktion hierzulande wieder wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen vorfindet. Das ist die Voraussetzung für Investitionen in zukunftsfeste Arbeitsplätze in unserem Land.

Die Faktenlage ist doch eindeutig: Die Energie ist zu teuer. Die Bürokratie ist überbordend. Die Steuern sind zu hoch – ebenso wie die Arbeitskosten. Die politischen Verantwortungsträger müssen in ihren Zuständigkeiten liefern. Die Sozialpartner müssen klug steuern, was in ihrer Hand liegt.

Dazu braucht es Präzision und Sachlichkeit. Davon wünsche ich mir mit Blick auf die heutigen Bilder und Botschaften des Aktionstages wieder mehr.“ 

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