Die M+E-Industrie in Nordrhein-Westfalen bleibt weiter unter Druck. Im Mai 2026 sank die Produktion in der M+E-Industrie um 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Das aktuelle Produktionsniveau liegt damit etwa 28 Prozent unter dem Vorkrisenniveau von 2018. Von Januar bis Mai verzeichneten nahezu alle ausgewiesenen M+E-Branchen Produktionsrückgänge. Eine Ausnahme war die staatsnahe Branche „Sonstiger Fahrzeugbau“, die stark von öffentlichen Aufträgen und staatsnaher Nachfrage geprägt ist. Den stärksten Rückgang meldete die Branche „Metallerzeugung und -bearbeitung“ (Thema I).
Die Auftragseingänge entwickelten sich im Mai uneinheitlich. Sinkenden Inlandsaufträge (-3,6 Prozent) standen deutlich steigende Auslandsaufträge (+30,7 Prozent) gegenüber. Insgesamt erhöhten sich die Auftragseingänge um 7,9 Prozent. Das Auseinanderdriften von Inlands- und Auslandsnachfrage zeigt, dass die Auftragserholung bislang nicht breit getragen ist. Die Reichweite der Auftragsbestände lag zuletzt bei 6,5 Monaten (Thema II).
Der Monatsumsatz der M+E-Industrie belief sich im Mai auf 13,4 Milliarden Euro. Davon entfielen 6,1 Milliarden Euro auf das Inlandsgeschäft und 7,3 Milliarden Euro auf das Auslandsgeschäft. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ging der Gesamtumsatz um 4,9 Prozent zurück. Der durchschnittliche Monatsumsatz lag von Januar bis Mai 2026 bei 13,9 Milliarden Euro (Thema III).
Der Beschäftigungsabbau setzt sich fort. Im Mai 2026 waren in den nordrhein-westfälischen M+E-Betrieben mit mehr als 20 Beschäftigten etwa 645.024 Personen beschäftigt. Gegenüber dem Vormonat sank die Beschäftigung um rund 2.200 Personen. Derzeit verliert die M+E-Industrie in NRW Monat für Monat etwa 2.000 Arbeitsplätze (Thema IV).