Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Informationen zur wirtschaftlichen Lage in der nordrhein-westfälischen M+E-Industrie.

Im Jahr 2019 generierte die M+E-Industrie in Nordrhein-Westfalen einen Gesamtumsatz von rund 180 Milliarden Euro. Rund 731.000 Menschen waren in den Betrieben der M+E-Industrie mit mehr als 20 Beschäftigten tätig.

Metall im Trend - 3. Quartal

Produktionsleistung war auch im dritten Quartal 2019 rückläufig.

|   M+E-Konjunktur

 

Produktion
Im dritten Quartal 2019 konnte die nordrhein-westfälische M+E-Industrie das Produktionsniveau aus dem Vorquartal nicht halten. Das Produktionsniveau sank gegenüber dem Vorquartal um 1,3 Prozent (saison- und arbeitstäglich bereinigt). Die Abwärtstendenz setzte sich damit weiter fort. Im Verhältnis zum Vorjahresquartal lag das Produktionsniveau um 3,4 Prozent niedriger. In Summe der ersten neun Monate 2019 beträgt das Minus der Produktionsleistung 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Der Blick in die Branchen offenbart ein nahezu einheitlich negatives Bild. Die Produktionsleistung im Maschinenbau sank im Vorjahresvergleich um 2,0 Prozent. In den ersten neun Monaten liegt der kumulierte Rückgang in der - nach Anzahl der Beschäftigten - bedeutendsten nordrhein-westfälischen Industriebranche bei 0,8 Prozent. Merklich schwächer entwickelte sich die Produktionsleistung der Hersteller von Kraftwagen und ‑teilen. In dieser Branche war im dritten Quartal ein Rückgang um 4,6 Prozent zu verzeichnen. Korrespondierend dazu sank die Produktionsleistung der Automobilzuliefererbranche Metallerzeugung und -bearbeitung, zu denen auch die Gießereien zählen, um 9,0 Prozent. Über die Monate Januar bis September 2019 lag hier der Rückgang bei 6,7 Prozent

Auftragseingänge
Der Blick auf die Auftragseingänge deutet nicht auf eine baldige Kehrtwende der Produktionsentwicklung hin.  Im Vergleich zum Vorquartal sank die Nachfrage im dritten Quartal um 4,1 Prozent. Ein im Vergleich zum Vorquartal kleines Plus um 1,3 Prozent stoppte vorerst den Absturz der Inlandsnachfrage der vergangenen Quartale. Im Gegensatz dazu sank die Auslandsnachfrage erneut deutlich um 8,6 Prozent im Vorquartalsvergleich. Im Vergleich zum Vorjahr lag der Rückgang bei 6,7 Prozent. Dabei sank die Auslandsnachfrage um 5,6 Prozent, die inländische Nachfrage sank um 7,8 Prozent.

Im Maschinenbau sanken die Auftragseingänge im dritten Quartal zum Vorjahreszeitraum um 5,1 Prozent. Insbesondere die inländische Nachfrage gab mit einem Rückgang um 8,6 Prozent stark nach, während die Auslandsnachfrage im selben Zeittraum um 3,0 Prozent sank. Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen verzeichneten einen Auftragsrückgang um insgesamt 6,9 Prozent.  Die Gießereien - Teilbranche der Metallerzeugung und -bearbeitung - verzeichneten einen massiven Rückgang der Nachfrage um 22,7 Prozent. Besonders die Inlandsnachfrage ging stark zurück – ein Minus um 25,8 Prozent. Da zwischen 60 und 80 Prozent der Gießereiproduktion in den Fahrzeugbau fließt, zeigt sich in dieser Branche die gegenwärtige Schwäche der Automobilbranche am deutlichsten.

Umsatz
Der Gesamtumsatz der nordrhein-westfälischen M+E-Industrie sank im dritten Quartal 2019, im Vergleich zum Vorquartal, um 1,8 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresquartal sank der Gesamtumsatz um 3,0 Prozent. Sowohl der Umsatz im Inland (-3,7 Prozent) wie auch der Umsatz im Ausland (-2,4 Prozent) waren im Betrachtungszeitraum rückläufig. Während der Umsatz im Inland um 3,7 Prozent sank, verlor das Auslandsgeschäft um 2,4 Prozent.
Deutlich negativ entwickelte sich der Umsatz der Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (-10,8 Prozent). Der Umsatz im Maschinenbau stagnierte im Vorjahresvergleich nahezu.  Lediglich der Sonstige Fahrzeugbau legte um 11,2 Prozent merklich zu.

Beschäftigung
Im Schnitt des dritten Quartals 2019 waren 728.249 Personen in der nordrhein-westfälischen M+E-Industrie beschäftigt. Gegenüber dem Vorjahresquartal bedeutete das ein Anstieg um 0,9 Prozent oder 6.446 Beschäftigten.Je nach Branche zeigen sich unterschiedliche Tendenzen: Der Beschäftigungsaufbau im Maschinenbau stagnierte im dritten Quartal. In der Branche Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteile sank die Beschäftigung binnen eines Jahres um 1,5 Prozent. Positive Impulse kamen hingegen vom Sonstigen Fahrzeugbau (+3,4 Prozent) sowie aus der Branche der Hersteller von DV-Geräten (+4,4 Prozent).

Quelle: IT.NRW; eigene Berechnungen.