Metall im Trend - 4. Quartal 2016

02.05.2017

Im letzten Quartal des Jahres 2016 produzierten die Betriebe der Metall- und Elektroindustrie in Nordrhein-Westfalen 0,8 Prozent mehr Güter als im Vorjahreszeitraum. Das positive Schlussquartal konnte dennoch nicht den Produktionsrückgang der vorangegangenen Quartale 2016 kompensieren, sodass die Produktion im Jahresverlauf 2016 um 1 Prozent im Vergleich zum Jahr 2015 sank. Die Zahlen am aktuellen Rand deuten auf einen verhalten positiven Fortlauf der Entwicklung hin.

Beim Blick auf die Branchen zeigt sich weiterhin ein gewohnt uneinheitliches Bild. Die Branche der Metallerzeugung und -bearbeitung konnte den negativen Jahrestrend im Schlussquartal nicht stoppen, die Produktion ging um 1 Prozent im Quartals- und um 1,9 Prozent im Jahresvergleich zurück. Ebenso war die Produktion der Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen im Quartals- und Jahresvergleich rückläufig (-0,2 und -5,4 Prozent). Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen mussten ebenfalls Produktionseinbußen hinnehmen (-0,7 und -0,3 Prozent), zudem ist hier die Entwicklung am aktuellen Rand weiter negativ.  Der Maschinenbau legte zwar im Schlussquartal 2016 um 2,9 Prozent zu, konnte aber damit einen Rückgang der Jahresproduktion um 2 Prozent nicht verhindern. Produktionszuwächse im Schlussquartal sowie im Jahresverlauf konnten hingegen Hersteller von elektrischen Ausrüstungen (+2,7 und +0,5 Prozent) und der sonstige Fahrzeugbau (+3,3 und +6,1 Prozent) verzeichnen.

Die Auftragslage der Metall- und Elektroindustrie verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreswert im Schlussquartal um 2,9 Prozent. Der schwache Jahresverlauf mit rückläufigen Bestellungen aus dem In- und Ausland konnte allerdings nicht ausgeglichen werden, die Aufträge gingen im Jahresvergleich leicht um 1 Prozent zurück. Eine anziehende Binnennachfrage zum Jahresauftakt sowie Zuwächse der Auslandsnachfrage unterstützen das verhalten positive Bild der Metall- und Elektroindustrie.

Die Zahl der Beschäftigten in den Betrieben ging im Schlussquartal 2016 von durchschnittlich 692.941 auf 692.082 Menschen zurück. Damit ging auch zum vierten Mal in Folge die durchschnittliche Jahreszahl der Beschäftigten zurück – von 692.027 auf 690.647 Menschen.

Ein positives letztes Quartal 2016 konnte zwar den negativen Trend des Jahres nicht umkehren, aber zumindest abschwächen. Die Produktion und Auftragseingänge der nordrhein-westfälischen Metall- und Elektroindustrie waren im Jahr 2016 leicht rückläufig. Optimistisch stimmen die Zahlen des letzten Quartals 2016 sowie die Datenlage am aktuellen Rand. Damit bleibt abzuwarten, ob die Talsohle erreicht ist und nach zwei Jahren der negative Trend durchbrochen werden kann.