Metall im Trend - 3. Quartal 2016

Die Metall- und Elektroindustrie in Nordrhein-Westfalen hatte im dritten Quartal des Jahres abermals einen Produktionsrückgang zu verkraften.

18.11.2016

In den Monaten Juli bis September produzierten die Betriebe an Rhein und Ruhr 1,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Allerdings macht der Blick auf den aktuellen Rand Mut. So lag der Produktionsindex im September um immerhin 0,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Erstmals in diesem Jahr war die Produktion damit größer als im Vergleichsmonat aus dem Vorjahr.

Verantwortlich für die positive Entwicklung zum Ende des dritten Quartals waren die Branchen Erzeugung und erste Bearbeitung von NE-Metallen (plus 3,8 Prozent), Herstellung von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (plus 4,1 Prozent), Herstellung von elektrischen Ausrüstungen (plus 1,1 Prozent), der Maschinenbau (plus 1.9 Prozent) sowie der Kraftfahrzeugbau (plus 1,2 Prozent).

Die Auftragslage in der nordrhein-westfälischen Metall- und Elektroindustrie entwickelte sich im dritten Quartal des Jahres schwach. So gingen in diesem Dreimonatszeitraum insgesamt 2,6 Prozent weniger Bestellungen ein als im Vorjahr. Dabei waren sowohl die Orderzahlen aus dem Inland (minus 2,3 Prozent) als auch jene aus dem Ausland (minus 2,9 Prozent) rückläufig.

Im Durchschnitt des dritten Quartals waren in den nordrhein-westfälischen Metall- und Elektrobetrieben rund 693.000 Menschen beschäftigt. Das waren rund 1.200 Erwerbstätige weniger als im Vorjahr, beziehungsweise ein Rückgang von 0,18 Prozent. Die Beschäftigung liegt mittlerweile seit sieben Quartalen unter ihrem jeweiligen Vorjahreswert. So waren im dritten Quartal des Jahres 2014 noch nahezu 700.000 Menschen, also rund 7.000 Menschen mehr, in der nordrhein-westfälischen Metall- und Elektroindustrie tätig.

Die verhalten positive Entwicklung im September wird aller Wahrscheinlichkeit nach nicht verhindern können, dass die Produktionsleistung der nordrhein-westfälischen Metall- und Elektroindustrie im Durchschnitt des Jahres 2016 rückläufig sein wird. Damit wird nach 2015 die Produktion das zweite Jahr in Folge schrumpfen. Die Ergebnisse des Septembers lassen jedoch hoffen, dass die Talsohle zum Ende dieses Jahres durchschritten sein könnte.