Metall im Trend – 4. Quartal und Jahresabschluss 2018

Auftragseingänge sinken im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,4 Prozent

13.03.2019

Produktion
Im vierten Quartal 2018 konnte die nordrhein-westfälische M+E-Industrie im Vergleich zum Vorquartal einen leichten Anstieg der Produktionsleistung von 0,8 Prozent (saison- und arbeitstäglich bereinigt) verzeichnen. Der seit Frühjahr 2018 anhaltende Abwärtstrend ist damit vorerst gestoppt. Insbesondere der Maschinenbau konnte im Jahresendspurt mit 2,6 Prozent merklich zulegen. Aber auch die Hersteller von DV-Geräten expandierten um 2,8 Prozent. Die von Großaufträgen gekennzeichnete Branche des Sonstigen Fahrzeugbaus legte um 15,1 Prozent im Vorquartalsvergleich zu. Die Hersteller von Metallerzeugnissen, die - gemessen an der Anzahl der Betriebe - größte M+E‑Branche, mussten einen Produktionsrückgang von 0,8 Prozent hinnehmen, ebenso die Automobilbranche mit einem Minus um 1,2 Prozent. 

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank die Produktionsleistung im letzten Quartal 2018 um 1,3 Prozent. Der Maschinenbau konnte entgegen dem Trend mit einem Plus von 1,4 Prozent zulegen. Aber auch die Hersteller von DV-Geräten expandierten mit 6,7 Prozent deutlich. Die Hersteller von Metallerzeugnissen mussten einen Produktionsrückgang um 3,9 Prozent hinnehmen und auch die Automobilbranche verzeichneten einen Produktionsrückgang von 5,0 Prozent.

Die gute Nachricht: Auch im Jahr 2018 ist die hiesige M+E-Industrie auf Wachstumskurs, um 1,7 Prozent legte die Produktion im Vergleich zu 2017 zu. Die weniger gute Nachricht: Letztes Jahr waren es noch 3,2 Prozent Wachstum. Nach Branchen differenziert zeigt sich eine heterogene Lage. Während die Hersteller von Metallerzeugnissen erstmals seit Jahren einen Rückgang der Produktionsleistung zu beklagen haben (-1,0 Prozent), stieg der Ausstoß der Maschinenbauer mit 3,3 Prozent fast so stark wie ein Jahr zuvor. Die Automobilbranche scheint den negativen Trend zumindest vorerst gestoppt zu haben: Nach einem Minus von 6,2 Prozent im Jahr 2017 konnte 2018 ein kleines Plus von 0,2 Prozent erzielt werden.

Auftragseingänge
Im Vergleich zum dritten Quartal 2018 stiegen die Aufträge der nordrhein-westfälischen M+E-Industrie im vierten Quartal 2018 um 3,0 Prozent. Dabei entwickelte sich die Auslandsnachfrage mit einem Plus von 7,7 Prozent besonders erfreulich. Die Binnennachfrage sank im selben Zeitraum um 1,9 Prozent. Gewinner waren der Maschinenbau (+8,7 Prozent), die Automobilbranche (+13,1 Prozent) sowie der Sonstige Fahrzeugbau (+28,6 Prozent). In den übrigen Teil-Branchen der hiesigen M+E-Industrie entwickelten sich die Auftragseingänge im Betrachtungszeitraum negativ.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zeigt sich: Die sehr gute Auftragslage zum Jahreswechsel 2017/2018 konnte im Jahresverlauf 2018 nicht gehalten werden. Insgesamt sanken im vierten Quartal, im Vergleich zum Vorjahr, die Auftragseingänge um 5,4 Prozent. Besonders deutlich sanken die Ordereingänge aus dem Ausland (-7,8 Prozent). Lediglich der Maschinenbau konnte mit einem Plus von 2,8 Prozent nennenswert hinzugewinnen. 

Im Endergebnis des Jahres 2018 steht ein Zuwachs der inländischen Nachfrage von 1,6 Prozent; dieser wird aber von einer sinkenden Auslandsnachfrage von 2,6 Prozent begleitet, sodass insgesamt ein Minus von 0,8 Prozent zu verzeichnen ist.

Umsatz
Der Gesamtumsatz der nordrhein-westfälischen M+E-Industrie stieg im vierten Quartal 2018 im Vergleich zum Vorquartal um 5,0 Prozent. Das Auslandsgeschäft stieg dabei um 6,1 Prozent. Insgesamt wurden zuletzt ca. 52,0 Prozent des Gesamtumsatzes auf ausländischen Märkten erwirtschaftet. Mit Blick auf die einzelnen Branchen zeigt sich, dass die Maschinenbauer ihren Umsatz um 13,8 Prozent ausweiten konnten. Die Automobilbranche legte um 6,5 Prozent zu. Die Hersteller von Metallerzeugnissen verzeichneten hingegen einen Umsatzrückgang von 4,6 Prozent.

Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stiegen die Umsätze der M+E-Industrie im vierten Quartal 2018 um 3,3 Prozent. Dabei stieg das Inlandsgeschäft mit 6,5 Prozent stärker als das Auslandsgeschäft mit 0,5 Prozent. Der Maschinenbau legte insgesamt um 4,7 Prozent zu, der Automobilbau um 1,3 Prozent.

Im Jahresergebnis 2018 legten die Umsätze der M+E-Industrie um 4,8 Prozent zu. Treiber war dabei das Binnenmarktgeschäft mit einem Plus von 6,8 Prozent, das Auslandsgeschäft legte mit 3,1 Prozent etwas gemächlicher zu.

Beschäftigung
Am Jahresende 2018 lag die Beschäftigung mit 722.456 Personen in etwa auf dem Niveau des Vormonats. Nach Jahren stagnierender Beschäftigtenzahlen wuchs die Belegschaft in 2018 um 2,6 Prozent. Circa 20.000 neue Stellen wurden über alle Branchen hinweg geschaffen. Das Gros der neunen Stellen wurde dabei im Maschinenbau geschaffen; binnen eines Jahres stieg die Belegschaft der nach Beschäftigten größten M+E-Branche Nordrhein-Westfalens um ca. 8.000 Beschäftigte auf nunmehr rund 207.000 Beschäftigte an.

(Quelle: IT.NRW; eigene Berechnungen.)