Metallarbeitgeber lehnen IG-Metall-Forderung als „unvernünftig hoch“ ab

Präsident Maier-Hunke: „Schwächer werdende Konjunktur nicht vollends abwürgen“

23.02.2012 Als „unvernünftig hoch“ haben die nordrhein-westfälischen Metallarbeitgeber die Forderung der IG Metall nach Einkommensverbesserungen von 6,5 Prozent für die rund 700.000 Beschäftigten dieses Industriezweigs an Rhein und Ruhr zurückgewiesen. Der Präsident und Verhandlungsführer des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie Nordrhein-Westfalen (METALL NRW), Horst-Werner Maier-Hunke, erklärte in Düsseldorf, eine Umsetzung dieser Forderung würde die ohnehin schwächer werdende Konjunktur 2012 vollends abwürgen. „Die IG Metall weckt unerfüllbare Erwartungen bei ihren Mitgliedern“, sagte Maier-Hunke. Unter diesen Voraussetzungen erwarte er eine „schwierige Tarifrunde 2012“.

Nach Worten des Metallarbeitgeberpräsidenten haben die Unternehmen trotz der schwersten Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit in den vergangenen vier Jahren mit einer enormen Kraftanstrengung für sichere Beschäftigung und wachsende Einkommen gesorgt. Er sei besorgt, dass die IG Metall das gemeinsame und erfolgreiche sozialpartnerschaftliche Krisenmanagement der letzten Jahre offensichtlich vergessen habe. „Mein Blick in diesen Rückspiegel zeigt mir eine Krisenbilanz mit 800.000 geretteten und 200.000 neuen Stammarbeitplätzen, hinzu kommen Entgeltzuwächse von 1,7 Prozent im Jahr 2008, 4,2 Prozent im Krisenjahr 2009, 2,7 Prozent im Jahr 2011, Einmalzahlungen von insgesamt mehr als 1.000 Euro sowie spürbare freiwillige betriebliche Boni und Prämien“, betonte Maier-Hunke. Damit habe die deutsche Metall- und Elektroindustrie eindrucksvoll eine „faire Beteiligung“ der Beschäftigten bewiesen.