METALL NRW begrüßt Einsetzung einer Expertenkommission in Baden-Württemberg

Präsident Maier-Hunke: „Wir müssen jetzt gemeinsam die Ziellinie anpeilen“

11.05.2012 Die nordrhein-westfälischen Metallarbeitgeber haben die IG Metall aufgefordert, nach der Warnstreikwelle der letzten beiden Wochen auch am Verhandlungstisch noch mehr Bewegung zu zeigen. Der Präsident und Verhandlungsführer des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen (METALL NRW), Horst-Werner Maier-Hunke, erklärte nach der 4. Tarifverhandlung für die rund 700.000 Beschäftigten dieses Industriezweigs an Rhein und Ruhr in Düsseldorf, er sei zufrieden, dass sich die Gewerkschaft abseits ihrer Warnstreikaktionen mit dem Lösungsvorschlag der Arbeitgeber endlich auch konstruktiv auseinandergesetzt habe. Er habe den Eindruck, dass die IG Metall jetzt langsam von ihrer „Politik der verschränkten Arme“ Abstand nehme. „Jetzt sollten wir gemeinsam die Ziellinie anpeilen“, sagte Maier-Hunke.

Die NRW-Metallarbeitgeber begrüßen den Vorstoß der Metall-Tarifparteien in Baden-Württemberg, in einer gemeinsamen Expertenkommission mit Lösungsvorschlägen insbesondere für die qualitativen Themen den Boden für eine Einigung am Verhandlungstisch zu bereiten. „Wenn es schwierig ist, macht es Sinn, abseits vom hektischen Verhandlungsgeschehen in Ruhe über mögliche Lösungen nachzudenken“, betonte Maier-Hunke. Das Vorgehen in Baden-Württemberg sei mit den Metallarbeitgebern in Nordrhein-Westfalen abgestimmt. Er habe großes Vertrauen, dass ein Weg gefunden werde, der die betriebliche Beweglichkeit im Personaleinsatz sowie die hohe Ausbildungsbereitschaft der Firmen erhält und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Unternehmen nicht überfordert.