NRW-Metallarbeitgeber: Unbefristete Übernahme von Ausgebildeten gefährdet Ausbildung über Bedarf

Präsident Maier-Hunke: Zeitarbeit ein unverzichtbares Flexibilisierungsinstrument

02.12.2011 Als "nicht nachvollziehbar" haben die nordrhein-westfälischen Metallarbeitgeber die Vorstellungen der IG Metall über eine unbefristete Übernahme von Ausgebildeten zurückgewiesen. Der Präsident des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein- Westfalen, Horst-Werner Maier-Hunke, erklärte nach einem Sondierungsgespräch mit der Gewerkschaft in Kamen, eine solche Regelung würde die Ausbildung über Bedarf nachhaltig gefährden. Rund 45 Prozent der Betriebe der M+E-Industrie des Landes bildeten freiwillig mehr junge Menschen aus als benötigt. Es sei zu befürchten, dass diese erfreuliche Praxis durch eine unbefristete Übernahme-Verpflichtung beendet würde. "Das kann auch die IG Metall nicht wollen", sagte Maier-Hunke.

Eine klare Absage erteilte der Metall-Arbeitgeberpräsident jeder Beeinträchtigung bei der verantwortungsbewusst eingesetzten Zeitarbeit. Sie sei nach wie vor das wichtigste und damit ein unverzichtbares Flexibilisierungsinstrument für die Unternehmen, um die zunehmenden Konjunkturschwankungen ausgleichen zu können. "Ich befürchte vor allem aber massive Verluste gerade bei Einfacharbeitsplätzen", warnte Maier-Hunke. Für viele Menschen wäre dies nahezu ein Zutrittsverbot zum Arbeitsmarkt. "Wir müssen Geringqualifizierte mitnehmen anstatt sie auszugrenzen", sagte Maier-Hunke.

Die Sondierungsgespräche werden Ende Januar 2012 fortgesetzt.